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Schule Speicher

Schriftkonzept

Halbverbundene persönliche Schrift


Die Lehrpersonen Kindergarten und Primarschule haben sich an einer gemeinsamen Weiterbildungsveranstaltung im Jahr 2014 Gedanken zum Thema Schrift gemacht. Dabei wurde Sinn und Zweck der Schnürlischrift überdacht. Nach einem intensiven Austausch wurde entschieden, nicht mehr die klassische Schnürlischrift als Zweitschrift nach der Blockschrift zu lehren, sondern auf eine gut leserliche und effiziente halbverbundene persönliche Schrift hinzuarbeiten. Eine Arbeitsgruppe hat für die konkrete Umsetzung in den einzelnen Stufen vom Kindergarten bis zum Ende der Primarschulzeit ein Schriftkonzept erstellt.

Schriftbeispiel teilverbundene Schrift„Da die schöne persönliche Handschrift, in der auch längere Texte geschrieben werden, mit der grossen Verbreitung der Computer an Bedeutung verloren hat, wird dem Aufbau und der Entwicklung der Schrift heute teilweise weniger Beachtung geschenkt. Entsprechend wird häufig zu wenig Unterrichtszeit für den Aufbau der Schrift verwendet. Das präzise Erlernen und das kontinuierliche Üben der Schweizer Schulschrift werden als unnötige Umwege bei der Entwicklung zu einer persönlichen Handschrift empfunden. Kommt hinzu, dass die konsequente Verbindung aller Buchstaben eines Wortes jüngeren Kindern Mühe bereitet und oft zu Verkrampfungen führt.“ (Auszug aus dem Schreiben der Kommission für Lehrplan- und Lehrmittelfragen vom 30. Juni 2010 – Kanton Bern).

Gründe die dafür sprechen, die Schnürlischrift zu überdenken:
Schülerinnen und Schüler sind nicht in der Lage, ganze Wörter ohne Absetzen zusammenhängend zu schreiben. Die Schweizer Schulschrift sieht zwar durchgehend verbunden aus, ist sie aber nicht. Es wird viel häufiger abgesetzt als erwartet. Man geht davon aus, dass ein Zweitklässler zwei Buchstaben, ein Drittklässler drei Buchstaben problemlos zusammenhängen kann.

Mädchen sind in der Feinmotorik den Buben mindestens ein Jahr voraus. Die komplexe Schweizer Schulschrift ist zumindest für viele Buben eine Überforderung. Bereits ab der 3. Klasse entwickeln einige Lernende ihre persönliche Handschrift. Für eine kurzzeitig „aktive“ Schrift wird übermässig viel Einführungsaufwand betrieben. Mit dem Verzicht darauf muss weiterhin Schreiben geübt werden. Aber es werden dennoch viele Stunden für den Erwerb anderer Sprachkompetenzen frei.

Viel wichtiger als eine zusammenhängende Schrift ist es, den korrekten Ablauf der Buchstaben zu beachten. Dies muss ab der 1. Klasse geschehen. Bei Erst-Lesegängen, die auf freies Schreiben abstützen, muss der korrekte Schreibablauf umso sorgfältiger beachtet werden. Auch der guten Leserlichkeit muss weiterhin Beachtung geschenkt werden.

Die meisten Handschriften enthalten mehr Elemente aus der Steinschrift als aus der Schweizer Schulschrift.

Die Handschrift entwickelt sich aus der Steinschrift. Der Umweg über die Schweizer Schulschrift ist nicht nötig.

 
Konzept Schrift konzept_schrift.pdf (4309.2 kB)